Ferme de Truttenhausen

Beschreibung

Die „Ferme de Truttenhausen“ wurde 1981 von Antoine Fernex gegründet. Er war damals 21 Jahre alt. Der Bauernhof liegt zwischen Wald und Weiden am Fuße des Odilienbergs im französischen Département Bas-Rhin (Elsass) und befindet sich am Standort eines ehemaligen Augustinerklosters.

Sein Ziel war es, eine geschmackvolle, umweltfreundliche Landwirtschaft guter Qualität aufzubauen. Heute ist der Hof ein GAEC (landwirtschaftlicher Betrieb für gemeinsamen Anbau und/oder gemeinsame Betriebsführung), in dem biologisch-dynamische Landwirtschaft ausgeübt wird.

Antoine Fernex züchtet 30 Jersey-Kühe, die das ganze Jahr auf breiten Wiesen leben und eine protein-reiche Milch produzieren. Diese Milch wird zur Herstellung von geschmacksvollen Käsen (Munster, Crottins, Landsberg sowie Carré des Vosges), Butter und Joghurt verwendet. Sein Mitarbeiter Pierre-Henri Lenormand baut Obst und Gemüse an. Er liebt besonders seine Tomaten (13 verschiedene Sorten).

Die Köstlichkeiten werden je nach Saison kultiviert, gepflegt und geerntet. Im Frühling und Sommer wachsen tausende von Salaten aller Arten, wenn der Herbst sich ankündigt, bunte Kürbisse, und bis in den Winter hinein begrünen Wurzeln (Möhren, Rüben, Steckrüben, weiße Rüben, Bodenkohlrabi, Rettich, Sellerie, rote Bete) die Felder.

Mehr noch: die Gemüsebauer wandeln sich gern in Feinschmecker um, und bereiten aus ihrer Ernte köstliche Produkte wie Bärlauchpesto oder Ratatouille, die sie dann zum Direktverkauf in Gläser abfüllen.

Die Ernte wird samstags auf 3 Märkten in Straßburg und Barr verkauft. Wöchentliche Gemüsekörbe werden unter den Mitgliedern einer AMAP (Verein für den Fortbestand einer lokalen, bäuerlichen Landwirtschaft) verteilt. Die Kunden können aber Freitagnachmittags direkt auf dem Hof einkaufen.

Die Schweine schlürfen die Molke, die aus der Käseherstellung entsteht. Gänse, Hühner und Küken laufen frei im Hof herum. Schwalben nisten im Gebälk des Kuhstalls und der Teich wimmelt vor Kaulquappen!

Truttenhausen funktioniert nach den biologisch-dynamischen Landbauprinzipien: der Hof ist nicht nur produktionsorientiert, sondern wird als harmonischer „lebender Organismus“ geschätzt. Der Boden, die Pflanzen die darauf wachsen, Tiere, die die Pflanzen fressen, Bauern, die den Hof bewirtschaften, Kunden und AMAP-Anhänger, die unsere Gemüse essen, sind wie Glieder einer Kette miteinander verbunden.

In der Praxis heißt es, dass wir das Ackerland biologisch anbauen. Wir benutzen weder Kunstdünger noch chemische Pflanzenschutzmittel, die lieber durch Mist oder Kompost ersetzt werden. So pflegen wir den Boden, der uns trägt und ernährt. Wenn er „erkrankt“, können wir auch nicht gesund bleiben, aber wenn wir stattdessen gut auf ihn achten, kann jeder davon profitieren. Deshalb betreiben wir jährlich den Fruchtwechsel und Brachlegung, um den Boden zu schonen.

Außerdem arbeiten wir wenn möglich mit einem Mond- und Setzlingskalender, der auf dem Planetenstand basiert, da Planeten eine bestimmte Wirkung auf die irdische Wärme, Luft, das Wasser und auch auf das Licht ausüben. Diese Effekte beeinflussen die Pflanzenarten positiv oder negativ. So sind manche Tage günstiger für Früchte und andere für Wurzeln. Auf diese Weise ist unsere Arbeit jeden Tag an die Umwelt angepasst.

Auf dem Hof gibt es immer viel zu tun und sowohl Angestellte, Praktikanten, Waldorfschüer, Saisonarbeiter als auch Woofers und Öko-Freiwillige arbeiten zusammen und helfen sich gegenseitig.

Es sind jedes Jahr zwei deutsche Freiwillige auf dem Hof, die sich monatlich in den Bereichen auf dem Hof mit den Kühen und im Garten mit dem Gemüse abwechseln, die deutschen Freiwilligen arbeiten in der Regel nicht zusammen.

Im Garten ist die Arbeit sehr saisonabhängig: Setzlinge züchten, Äcker und Gewächshäuser pflegen, bei der Ernte helfen, das Gemüse für den Markt und die AMAP-Körbe vorbereiten, die Lieferwägen für Markt und AMAP laden.

Auf dem Hof gibt es wichtigen Aufgaben, die täglich zu tun sind und auch einige wenige saisonabhängige: Kühe melken und versorgen, in der Käserei helfen, Kartoffeln, Kürbisse und Äpfel sortieren, kaputte Ställe und andere Dinge reparieren, AMAP und Märkte vorbereiten.

Die normalen Arbeitszeiten sind von 7.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 19.00 Uhr. So sind sie auf dem Hof das ganze Jahr, da es immer die Kühe zu versorgen gibt und die Arbeit weniger saisonabhängig ist. Im Garten sind die Arbeitszeiten im Winter nur von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr, sobald die Saison aber wieder anfängt, sind die Arbeitszeiten mit denen auf dem Hof identisch. Da man bis zu zehn Stunden am Tag arbeitet, sind Mittwoch, Samstag und Sonntag normalerweise Tage, an denen alle Freiwilligen, Woofer,… frei haben. Durch einen gleichbleibenden Arbeitsrhythmus ist es einfacher ein regelmäßiges Hobby nebenbei zu machen oder auch neue Leute kennenzulernen.

In Truttenhausen ist immer viel los, und die Leute leben in Gemeinschaft. Jeder hat sein Privatzimmer im großen Haus, das auf den Hof blickt. Küche und Badzimmer werden zwischen den Bewohnern geteilt.

Die Familie wohnt getrennt von den Freiwilligen. Die Freiwilligen, Praktikanten, Woofer, ... leben in einer Art WG, in der die Mitbewohner ständig wechseln.

Wir treffen uns unter der Woche für ein gemeinsames Mittagessen, sonst sind wir bei den Mahlzeiten autonom.

Es wird meist auf Französisch gesprochen, es gibt aber mehrere Mitarbeiter, die auf Wunsch oder nach Bedarf auch deutsch reden.

Der Führerschein und der Besitz eines eigenen Autos sind von Vorteil, aber nicht erforderlich. Der Bahnhof Barr liegt 4 km von dem Hof entfernt.

Statt eines Autos kann auch ein Fahrrad für Mobilität sorgen.

Ja, ich möchte mich auf die Einsatzstelle bewerben.


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Adressen

Ferme de Truttenhausen

Antoine Fernex
Truttenhausen
F-67140 Heiligenstein
Fax: +33.3.88.08.24.33
Web: https://truttenhausen.jimdo.com/